27.02.2007

Neue Wohnmobile nicht sauber genug?

Chassis von Fiat, Ford und Renault trotz Euro 4 nur in Schadstoffklasse S 3 eingestuft

Stuttgart. Markus Alt aus St. Ingbert ist stocksauer: Sein Steuerbescheid zeigt, dass er für sein nagelneues Reisemobil mehr Kfz-Steuer bezahlen muss als erwartet. Und das, obwohl Alt aus Umweltschutzgründen ein Mobil der modernsten Sorte gekauft hat, eines, das die Norm Euro 4 erfüllt. Doch der Umkehrschuss, dass Euro 4 automatisch eine Einstufung in der Schadstoffklasse S 4 bedeutet, ist leider falsch, wie Alt und viele andere Wohnmobilfahrer jetzt anhand eines überhöhten Steuerbescheids erkennen müssen. Des Rätsels Lösung: Schadstoffklassen (S-Klassen) und Schadstoffgruppen (Euro-Klassen) sind nicht kompatibel. Zudem stehen zwei unterschiedliche Richtlinien zur Verfügung, nach denen der Fahrzeughersteller seine Modelle homologieren kann: eine für Pkw, eine für Lkw. Mercedes-Benz und Iveco homologieren ihre Reisemobilchassis gemäß der Lkw-Richtlinie und erreichen deshalb die Schadstoffklasse S 4. Käufer dieser Fahrzeuge reisen demnach steuerbegünstigt, während Fiat-, Ford- und Renault-Nutzer einen Aufschlag hinnehmen müssen.

Reisemobil International berichtet in seiner März-Ausgabe (ab 21. Februar am Kiosk) ausführlich über die Hintergründe und zeigt, wie die Hersteller das Problem lösen wollen.

Pressekontakt (auch für Bildwünsche): Thomas Seidelmann, Chefredaktion Reisemobil International, Telefon 07 11/1 34 66 62, E-Mail: seidelmann@reisemobil-international.de.

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