17.10.2006
Vorsicht bei Reisemobilen zu Schnäppchenpreisen
Hohe Nebenkosten treiben vermeintlich niedrige Preise oft stark nach oben. Genauer Ausstattungsvergleich ist deshalb besonders wichtig.
Nach wie vor ist der Trend zum Wohnmobil ungebrochen, doch allmählich dämmert den Herstellern, dass es an Nachwuchs mangelt. Angesichts schwindender Kaufkraft können sich vor allem junge Familien immer seltener den Luxus eines eigenen Reisemobils leisten, das nach Recherchen des Fachmagazins REISEMOBIL INTERNATIONAL (www.reisemobil-international.de) derzeit im Schnitt beim Neukauf immerhin 52.000 Euro kostet. Die Fahrzeughersteller bemühen sich deshalb zunehmend, verlorenes Terrain beim jüngeren Publikum durch günstige Modelle zurückzuerobern. So werden familientaugliche Wohnmobile für vier bis fünf Personen bereits für weniger als 30.000 Euro angeboten.
Nicht hinter jedem der Angebote verbirgt sich indes ein echtes Schnäppchen. Wie die Redaktion von REISEMOBIL INTERNATIONAL im Rahmen ihrer Recherchen für eine Marktübersicht preisgünstiger Reisemobile herausfand, addieren sich zum Listenpreis diverse Zusatzkosten, etwa überhöhte Überführungkosten, Kosten für Zulassungsbescheinigungen oder für Prüfungen (z.B. Gasprüfung), die bei anderen Anbietern schon im Gesamtbetrag enthalten sind. So kämen laut REISEMOBIL INTERNATIONAL nicht selten einige tausend Euro zum Preis hinzu. Einen genauen Blick auf die Ausstattungsliste empfiehlt die Redaktion ebenfalls. Als beliebten Trick zum Unterbieten eines Schwellenpreises entlarvte REISEMOBIL INTERNATIONAL etwa das Einsetzen einer nicht praxistauglichen Motorenvariante oder eines Basisfahrzeugs mit geringem zulässigem Gesamtgewicht. Probleme mit der Zuladung, besonders für Familien, seien bei einem als 3- statt 3,5-Tonnen-Mobil zugelassenen Fahrzeug vorprogrammiert, so die Experten der Redaktion.
Weitere Informationen sowie eine Kaufberatung für Alkovenmobile unter 35.000 Euro enthält die November-Ausgabe von REISEMOBIL INTERNATIONAL, die am 18. Oktober erscheint. Weitere Themen im Heft: Geld sparen – so lassen sich Reisemobile günstig finanzieren. Basiswissen: Alles Wichtige über Reisemobilreifen. Reisen: Zu Traumzielen in South Dakota, Kalmückien und Südafrika. Ärgernis Stellplatz-Sterne: Werden Reisemobilisten stärker abkassiert?
Sie haben Fragen zu diesen Themen oder Bildwünsche? Bitte kontaktieren Sie uns: REISEMOBIL INTERNATIONAL, Chefredakteur Thomas Seidelmann, Tel. 07 11/136 66 62, seidelmann@reisemobil-international.de.
