15.09.2006

Herbert Nocker mit Helmut Schneikart:

Die Reise meines Lebens

Mit Dixi und Dachzelt um die Welt

 

Im September 2003 begeben sich der Autorestaurator und Oldtimer-Sammler Herbert Nocker und sein Sohn Philipp auf eine ungewöhnliche Reise. In einem selbstgebauten Oldtimer, einem nur 15 PS starken BMW-Dixi Jahrgang 28, wollen sie die Erde umrunden. Die Fahrt soll in Baltimore an der Ostküste der Vereinigten Staaten beginnen, wo sie aber erst ein paar Tage warten müssen, weil das Schiff mit ihrem Auto verspätet eintrifft. Kaum haben sie es, geraten sie nachts auf einem verlassenen Campingplatz in den Ausläufer eines Hurrikans und haben Glück, dass die Reise nicht hier schon vorzeitig endet.

Auf ihrer Fahrt durch die USA gelangen die Nockers unverhofft auf zwei Veranstaltungen, auf denen sie mit ihrem exotischen Auto beide Male den ersten Preis gewinnen. Bevor sie ihre Reise Richtung Mittelamerika fortsetzen, machen sie ausgehend von Austin, Texas, einen Abstecher in den Nordwesten des Landes. Sie erleben das Monument Valley, die Route 66, den Grand Canyon und Las Vegas. In Oregon schließlich begegnet Herbert Nocker einem Freund, der extra für dieses Treffen aus dem 1200 Kilometer entfernten Kanada anreist. Auf dem Rückweg nach Austin haben die Nockers kuriose Begegnungen in San Francisco, Los Angeles, Santa Cruz und Tucson.

Jetzt geht die Reise weiter nach Mexiko, wo sie Ausgrabungsstätten der Mayas und der Azteken besuchen, und danach über Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica nach Panama. Während das Auto in einem Container über Chile westwärts nach Australien schippert, legen Vater und Sohn – es ist gerade Weihnachtszeit – in ihrer bayerischen Heimat eine kleine Verschnaufpause ein. Nach ein paar Tagen brechen sie erneut auf und fliegen nach Australien. Dort erleben sie aber eine große Enttäuschung, die sie letztlich daran hindert, die Fahrt wie geplant über den asiatischen Kontinent fortzusetzen. Nach einem guten halben Jahr kehren Herbert und Philipp Nocker erschöpft, aber glücklich wieder nach Bayern zurück.

Zwei Jahre später trifft Nocker den Journalisten Helmut Schneikart. Die beiden Männer vereinbaren, die Geschehnisse der Reise zu Papier zu bringen. Der eine, so die Rollenverteilung, erzählt alles, was er noch weiß oder in Tagebuchnotizen festgehalten hat, der andere schreibt es.

Zunächst geht das gut. Doch schon bald gibt sich der Journalist mit seiner Rolle als Texter nicht mehr zufrieden und fängt an, sich in Nockers Schilderung einzumischen. Diese ist ihm das eine Mal nicht ausführlich genug, das andere Mal wird er ungeduldig, weil ihm der Bericht nicht zügig genug vorangeht. Einmal, als Nocker sich bei seiner Erzählung in den Niederungen einer Speisekarte zu verlieren droht, blafft ihn Schneikart sogar an: „Geht denn diese Geschichte auch mal weiter?“ Die beiden machen es sich gegenseitig nicht leicht.

Durch diese Außenperspektive gerät der Nockersche Bericht mehr und mehr zu einem Dialog, der je nach Lust und Laune der beiden mal nett und humorig, nicht selten aber auch kontrovers ausgetragen wird. Nur eines ist er niemals: langweilig.

Der ungewöhnliche Bericht von einer ungewöhnlichen Reise.

EXTREMBUCH Nr. 1
Herbert Nocker mit Helmut Schneikart:

Die Reise meines Lebens
Mit Dixi und Dachzelt um die Welt
316 Seiten, 97 Abb. sw,
ISBN 3-928803-36-0,
19,90 Euro
DoldeMedien Verlag GmbH
Postwiesenstr. 5A, 70327 Stuttgart
Tel.: 0711-134 66-0, Fax: 0711-134 66-38
www.reisemobil-international.de/buecher
www.camping-cars-caravans.de/buecher

Gerne senden wir Ihnen per E-Mail diesen Text sowie eine JPG-Datei der Buch-Titelseite. Bei Bedarf einfach anfordern bei Gerhard Dolde, E-Mail: dolde@doldemedien.de