25.08.2008

Gas geben und dabei sparen

Reisemobil International berichtet in seiner September-Ausgabe über neuen Dieselmotor mit Autogas-Energiebeimischung. Kostenreduktion um bis zu 50 %. Premiere auf dem Caravan Salon.

Dass ungezügeltes Gas geben keinen Spaß mehr macht, wissen wir schon lange. Seit neuestem hat dieser Trend auch den biederen Diesel im Reisemobil erreicht. Diese Motoren galten über Jahrzehnte als anspruchslose Arbeiter mit gesitteten Trinkmanieren und wähnten sich vor staatlichen Beschränkungen und steigenden Kraftstoffpreise weitgehend sicher. Seit knapp drei Jahren geistert das Feinstaubgespenst durch die Medien. Das Emissionsverhalten eines Motors entscheidet über den aktuellen Wert eines Gebrauchtwagens. Eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch verstärken dürfte. Zusätzlich verleiden die horrend gestiegenen Dieselkosten die Lust am Fahren. Auch wenn sich die Preise an den Zapfsäulen im Moment wieder leicht nach unten bewegen, so wissen doch alle, dass die nächste Preisrunde so sicher kommt wie der nächste Winter. Das mittelständische Unternehmen Goldschmitt hat ein Antriebskonzept gefunden, mit dem man die Probleme Schadstoffausstoß UND Treibstoffkosten in den Griff bekommen kann. Der Lösungsansatz vereint sämtliche Vorteile bei moderaten Nachrüstkosten und das funktioniert vereinfacht dargestellt so: • hochversteuerter und feinstauberzeugender Dieselkraftstoff wird durch nahezu steuerfreies und feinstaubneutrales LPG (liquid petroleum gas/Autogas) ersetzt.
• Da der Dieselmotor als sogenannter Selbstzünder keine Zündkerze besitzt, muss nach wie vor eine kleine Dieselmenge als Zündmedium eingespritzt werden. Dieser „Zündstrahl“ entflammt dann das parallel eingespritzte LPG. Die eigentliche Arbeit wird also nicht mehr vom Dieselkraftstoff, sondern vom Gas geleistet.
• Da Gas bis 2018 steuerbegünstig ist, kostet ein Liter derzeit ca. 70 Cent, also etwa halbsoviel wie Diesel. Bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 12 Litern kann der Dieselanteil auf etwas 4 bis 5 Liter reduziert werden. Obwohl bei LPG-Betrieb mit einem gewissen Mehrverbrauch gerechnet werden muss, beträgt die Ersparnis derzeit rund 6 € pro 100 Kilometer. Bei einem geplanten Verkaufspreis von ca. 3.500 Euro zuzüglich Montage dürfte sich die Anlage bereits nach ca. 40.000 Kilometern rechnen. Sollte der Dieselpreis aber weiter steigen, dann dürfte sic die Investition schon viel früher lohnen.
• Da Gas fast vollständig ohne gesundheitsschädliche Feinstäube verbrennt, steckt in diesem Motorenkonzept noch ein gewaltiges Entwicklungspotential. Altfahrzeuge mit roter oder gelber Plakette könnten bald um bis zu zwei Eurostufen besser gestellt werden.
Reisemobil International ist es gelungen, einen der ersten Prototypen dieser revolutionären Zündstrahlmotoren exklusiv auf dem Messestand zu präsentieren. Der ausgestellte 3-Liter-Common Rail-Turbo-Diesel verfügt über ein zweites Rail-System, das vier Gasinjektoren mit komprimiertem LPG versorgt. Im Betrieb werden Diesel- und Gasanteil ständig von einem eigenen Steuergerät überwacht und geregelt. Der „Motorenflüsterer“ und Erfinder Heinrich Bloemer wird an beiden Messewochenenden auf dem Stand von Reisemobil International den Messebesuchern die Funktionsweise seiner Entwicklung erläutern und Besitzer von Altfahrzeugen beraten, wie sie ihr Fahrzeug umwelttechnisch fit für die Zukunft machen können.

Pressekontakt (auch für Bildwünsche): Thomas Seidelmann, Chefredaktion Reisemobil International, Telefon 07 11/1 34 66 62, E-Mail: seidelmann@reisemobil-international.de.